Kleines Hammerklavier

Kleines HammerklavierDas Klavier hat einchörige Besaitung und deutsche ("Wiener") Mechanik mit Holzkapseln sowie Auslösung und Fängern. Umfang der Klaviatur: F-f3 (vier Oktaven). Die Untertasten sind dunkel gebeizt, die Obertasten mit Elfenbein belegt. Kleines Hammerklavier mit Toilettentisch-Einrichtung; aus der Wende des 18. Jahrhunderts, ohne Namen des Erbauers. Das hübsche Instrument ist in Mahagoni furniert und ruht auf vier eckigen Spitzbeinen. Oberhalb des Resonanzbodens befindet sich ein herausnehmbarer Kasten, der in zahlreichen Fächern eine vollständige Toilettentisch-Einrichtung wie Schminktöpfe, Riechfläschchen, Puderquasten, Nähgerätschaften usw. enthält. In der Mitte ist ein gerahmter Spiegel eingelassen. Inmitten der Zierleiste oberhalb der Klaviatur befindet sich unter Glas eine Miniaturzeichnung in Medaillonform, die einen griechischen Tempel darstellt und mit "Hlavizek" signiert ist. Die Außenseite des Deckels ist mit der ebenso ausgestatteten Miniaturmalerei einer Hafenlandschaft geschmückt. Das Klavier soll ehemals im Besitz einer Sängerin Cristofori, vielleicht einer Verwandten des Erfinders des Hammerklaviers, Bartolomeo Cristofori, gewesen sein. Derartige Instrumente wurden für den Gebrauch von Opernsängerinnen verfertigt, um ihnen in der Garderobe oder auf der Reise ein Durchprobieren ihrer Arien zu ermöglichen. Georg Kinsky: Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln, Bd. 1, Köln 1910, S.138.

CountryEurope
CollectionMuseum für Musikinstrumente der Universität Leipzig
Rightshttp://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/
Repository Pagehttps://www.europeana.eu/item/09102/_ULEI_M0000125...
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Subject TermsMusical instrument
ProviderMIMO - Musical Instrument Museums Online