Oktav-Virginal

Oktav-Virginal1 Manual, C/E- g2. a2, 2'. Korpus viereckig mit einspringender Klaviatur. Unterboden aus Fichte, 12 mm stark. Wände mit Eiche und Ebenholz furniert, dazu Adern aus Elfenbein. Die Wände auf dem Unterboden stehend, 9 mm stark, davon das Furnier um 1 mm. Stimmstock aus Ahorn, 20 mm breit, 23 mm stark. Wirbel zweireihig, Anhangstifte vor der Zierleiste. Resonanzboden aus Zeder, 2 bis 2,5 mm stark, mit Pergamentrosette, Durchmesser 34 mm, Mittelpunkt über der Taste dis". Rechts und links neben der Rosette je eine originale Rippe, eine weitere rechts der Rosette vermutlich später eingesetzt. Beide Stege aus Nussbaum, der Anhangsteg für C, Fund D, der Wirbelsteg für C-c1 abgewinkelt. Klaviaturrahmen aus Fichte, 444 mm breit, 210 bis 220 mm tief, 4 mm stark. Waagebalken aus Eiche, 13 mm stark. Tastenführungsrechen aus Birnbaum, auf dem Rahmen stehend. Tastenhebel aus Zeder. Untertasten 202 bis 221 mm lang, Waagepunkte 55 bis 58 mm, Obertasten 179 bis 193 mm lang, Waagepunkte 37 bis 41 mm, Vordertasten 61 und 36 mm lang. Klaviaturlichten, Gesamtbreite der Klaviatur und Stichmaß (F-e2) 447, 443 und 373 mm, Breite der Untertasten vorn 17,4 mm, hintere Breite bei den Tasten d, g und a 9,4 bis 9,6 mm, bei den Tasten c, e, f und h 12,3 bis 12,5 mm, Breite der Obertasten 8,8 mm. Die Untertasten durch flach gehämmerte Metallstifte geführt, die Obertasten ohne eigene Führung. Tastenfallbegrenzung durch gepolsterte Leiste auf dem Führungsrechen (Oberpolster). Untertasten mit Knochenbelag, Stirnkanten mit weißem Papier (Umrandung, Halbbogen und Ornament) auf schwarzem Grund beklebt. Belag der Obertasten aus angefärbtem Birnbaum. DieTastenhebel mit Tonbuchstaben bezeichnet, mit C, F, D, G, E, A, B, H, c beginnend bis a, so in gleicher Weise auch auf den originalen Springern. Tastenhebel des Basses nach rechts, des Diskants nach links gekrümmt. Das Instrument wurde von Georg Kinsky dem Hans Ruckers, Antwerpen, Anfang 17.Jahrhundert, von Raymond Russell und Paul Rubardt einem italienischen Meister des 17.Jahrhunderts zugeschrieben. Der Baustil der Ruckers ist heute so detailliert bekannt, dass eine Anfertigung durch Hans Ruckers oder seine Söhne auszuschließen ist. Auf Grund der zahlreichen nach Süddeutschland weisenden Merkmale (Korpusform , Wände furniert und auf dem Boden stehend, Tastenführung mit Metallstiften, Tastenfallbegrenzung durch Oberpolster, Belag der Untertasten mit Knochen und Stirnkanten aus Papier, breite Tastenpaare h-c und e-f, bemalter Resonanzboden, Mensurverlauf, Ausführung der Verzierungen und Duktus des gesamten Instrumentes) scheint eine Zuweisung nach Italien nicht mehr begründbar. Die Datierung in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts ergibt sich nach Vergleich mit anderen ähnlichen datierten Instrumenten und aus dem Kupferstich. Hubert Henkel: Kielinstrumente. Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig. Katalog, Bd. 2, Leipzig 1979, S. 15-16.

CountryEurope
CollectionMuseum für Musikinstrumente der Universität Leipzig
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Subject TermsMusical instrument
ProviderMIMO - Musical Instrument Museums Online